Recht

BVG-Seminar 2017


Durchführungsfragen des Leistungsrechts der beruflichen Vorsorge

Overview

Programme Description

Das Leistungsrecht der beruflichen Vorsorge bietet zahlreiche Problemstellungen, die allein gestützt auf die Gesetzgebung nicht zu lösen sind. Viele Fragen ergeben sich aus der Positionierung des BVG im Netz der sozialen Sicherheit, so beispielsweise aufgrund der Abhängigkeit zur Invalidenversicherung oder in der Frage der Überentschädigung. Andere Fragen beruhen darauf, dass nur das Obligatorium der beruflichen Vorsorge dem Sozialversicherungsrecht angehört, währenddem in der weitergehenden Vorsorge Privatrecht zur Anwendung kommt. Eine zusätzliche Komplikation ergibt sich durch den Ausschluss der beruflichen Vorsorge vom ATSG.

Target Audience

Das Seminar will in erster Linie jenen Pensionskassenverantwortlichen den Rücken stärken, die mit Leistungsentscheiden im Verkehr mit Versicherten und Gerichten zu tun haben. Anhand ausgewählter kniffliger Fälle sollen die Sensibilität für die Fragen einer korrekten Leistungsabwicklung und Leistungskoordination geweckt und die Fähigkeiten gefördert werden, mit den gesetzlichen und reglementarischen Bindungen und Freiheiten sachgerecht umzugehen. Es wendet sich im Weiteren an anwaltlich oder richterlich mit Fragen des Leistungsrechts
der beruflichen Vorsorge konfrontierte Personen.

Infos

Start Dates
Duration
3 Tage
Application Deadline
Number of ECTS Credits
0
Level of Experience
Unternehmensleitung
Höhere Führungskraft
Bereichsleitende
Fachspezialist/-in
Programme Type
Kurzseminar
Price
CHF 2'100.-
Location
Kartause Ittingen, Warth
Individual Modules Bookable
No
Flexible Entry
No
Programme Language
German

Objective

Im vorliegenden Intensivseminar werden neue Fallkonstellationen aus der Gerichts- und Verwaltungspraxis der letzten zwei Jahre zur Sprache kommen. Folgende Themen stehen im Zentrum der Diskussion:

  • Die Bedeutung der «Bindungswirkung» von Art. 23 BVG
  • Die Frage der zuständigen Vorsorgeeinrichtung zur Leistungserbringung
  • Die Auswirkungen des IV-Grades auf die Vorsorgeeinrichtung
  • Leistungen der beruflichen Vorsorge im Verhältnis zu den Leistungen anderer Vorsorgeeinrichtungen
  • Die Überentschädigungsberechnung und -kürzung
  • Abwicklungsfragen der Leistungsverweigerung, des Ausschlusses von überobligatorischen Leistungen und bei Gesundheitsvorbehalten
  • Das Zusammenspiel zwischen Obligatorium und weitergehender Vorsorge
  • Die Hinterlassenenleistungen der beruflichen Vorsorge, insbesondere aufgrund einer Begünstigung im Rahmen von Art.20a BVG

Course Structure

Am Seminar wird im Plenum und in Arbeitsgruppen gearbeitet. Anhand von Kurzreferaten wird auf die Themenstellung eingegangen, anschliessend werden Durchführungsfragen und Leistungsfälle möglichst auf Grund von Originalakten besprochen. Die Lösungsmöglichkeiten sollen unter den realen Bedingungen des Rechtsalltags aufgezeigt werden. Damit soll das rasche Erkennen wichtiger Akten und ihre Bewertung nach Relevanz zur Falllösung gefördert werden.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, vor dem Seminar bis zum 14. August 2017 Themen und Fälle einzubringen, die von allgemeinem Interesse sind und die in den Themenbereich des Seminars gehören. Die Fälle werden anonymisiert behandelt.

Content & Faculty

  • Dr. iur. Markus Moser, Geschäftsführer der Pensionskassen Novartis, Lehrbeauftragter an der Universität Fribourg, Basel
  • Dr. iur. Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsanwalt, Lehrbeauftragter an der Universität Basel, Basel, Verfasser des Bandes «Berufliche Vorsorge» (2. Auflage Zürich 2012), «Berufliche Vorsorge: 100 Versicherungsfragen und Leistungsfälle» (2. Auflage Zürich 2014), Herausgeber der Reihe «Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht» und dabei Verfasser des Bandes «Die berufliche Vorsorge» (3. Aufl. Zürich 2013)

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